Die Essenausgabe ist gut durchdacht
„Natürlich gab es Kollegen, die nicht begeistert waren. Viele machten sich zum Beispiel Sorgen, dass 20 Minuten den Kindern nicht ausreichen, um in Ruhe essen zu können“, erzählt Dorothea Ferrari weiter. Aber die Sorge hat sich nicht bestätigt: Gerade essen Viert- bis Sechstklässler unten in der Mensa. Auf dem Speiseplan steht Pasta. Jeweils fünf Klassen finden dort Platz. Also rund 100 Kinder, die sich alle erst an der Essenausgabe anstellen müssen. Dank eines ausgeklügelten Anstellsystems in vier Reihen – gekennzeichnet mit gelben und blauen Kreuzen auf dem Boden – geht die Essenausgabe zügig voran. „Wir haben uns deshalb für nur ein Essen entschieden. Bei zwei hätten wir Angst, dass wir das in der Zeit nicht schaffen würden“, räumt die Schulleiterin ein. So haben die Kinder ausreichend Zeit, um zu essen. Viele sind eher schon früher fertig, weil sie unbedingt auf den Hof wollen. Deshalb wurde an der Stelle auch nachgesteuert und beschlossen, dass alle Kinder mindestens zehn Minuten sitzenbleiben müssen, aber danach auch schon gern nach draußen gehen können.