Der gemeinsame Weg hört nie auf
Im Schülerhaus direkt neben der Schule, wo die Nachmittagsbetreuung stattfindet, finden etwa 50 Kinder Platz, also etwa zwei Klassen. Dort gibt es eine Essenausgabe, an der sich die Kinder anstellen. Heute gibt es Geflügelbratwurst, Kartoffelpüree und Rotkohl. „Wir haben uns entschieden, dass es nur ein Essen gibt, da dies zu Hause ja auch so ist. Wenn es wie heute mal Fleisch gibt, lassen die Kinder, die vegetarisch essen, die Fleischbeilage einfach weg“, erklärt Daniela Hein. Ein paritätisch besetzter Mittagessensausschuss aus Lehr- und Fachkräften und Schülerinnen und Schülern einer Klasse wählt das Essen jeweils für einen Monat aus.
Was den beiden Leitungen besonders wichtig ist: Die schulischen Veränderungen sind nie abgeschlossen. „Am Anfang haben wir fast täglich nachgesteuert“, berichtet Daniela Hein. Zum Beispiel wurde die Hausaufgabenbetreuung im Mittagsband erst später eingeführt, als einige Eltern beklagten, dass der Schultag ja nun länger sei und die Kinder dann noch Hausaufgaben machen müssten. Auch gegen den Lärm muss noch einiges getan werden. Die ersten Schallschutzwände sind angebracht, aber noch muss die Schulleiterin ihre Arbeit unterbrechen, wenn die hungrigen Schülerinnen und Schüler unter ihrem Büro in die „Cluboase“ zum Essen gehen. „Das Gesetz kam zu schnell, es hätten erstmal die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Aber wir haben das Beste draus gemacht. Und das Projekt macht auch immer noch Spaß, weil es ein gemeinsames von allen hier an der Schule ist“, erklärt sie zufrieden.
Schulporträt veröffentlicht im Jahr 2020.