Sie haben auch Ihren Schultag neu organisiert und rhythmisiert. Statt einer großen Mittagspause für alle essen die Jahrgänge jetzt versetzt zu zwei unterschiedlichen Zeiten. Wie kam das?
Andrea Franke: Die Resonanz auf unser Mittagessen war so groß und die Mensa war schlicht zu klein.
Sebastian Putzier: Plötzlich wollten auch die zehnten Klassen mitessen. Die 16-Jährigen hatten sich eigentlich alle eine Erlaubnis von den Eltern geben lassen, dass sie außerhalb des Schulgeländes essen dürfen. Plötzlich wollten die nicht mehr raus, sondern auch bei uns zu Mittag essen. Und da mussten wir uns was überlegen.
Andrea Franke: Jetzt haben wir mittags zwei Zeitschienen, in denen jeweils zwei Jahrgänge gleichzeitig essen. Damit gibt es auch etwas mehr Zeit und Ruhe zum Essen und der Lärmpegel sinkt. Es gibt situationsbedingt auch die Möglichkeit, in den Klassenräumen zu essen, dorthin sind wir zum Beispiel coronabedingt ausgewichen, als das Essen aufgrund der Hygienemaßnahmen in der Mensa nicht möglich war. Die siebten Klassen essen gemeinsam mit ihren Lehrkräften.
Sebastian Putzier: Neben dem Essen können die Schüler:innen während des Mittagsbands an unseren Sportangeboten teilnehmen. Außerdem haben sie im Klassenraum TÜFF-Unterricht, das steht für Trainieren, Üben, Fördern und Fordern oder sie lesen ein Buch ihrer Wahl.
Andrea Franke: Natürlich bedeutet die Selbstorganisation des Mittagsessens für uns mehr Aufwand, aber den nehmen wir gern in Kauf, weil wir den Schüler:innenn wirklich etwas mitgeben können und dafür sorgen, dass sie sich gesund ernähren.
Schulporträt veröffentlicht im Jahr 2021.