Akustik in Ganztagsschulen

Design: Rosan Bosch - Studio and Photo: Kim Wendt

Lärm ist einer der größten Stressoren in der Schule. Lärm wird nicht nur als starke Belastung empfunden, sondern wirkt sich auch auf das Sprachempfinden und die Sprachverständlichkeit aus.

Potenzierte Wirkung

Schlechte Raumakustik, bzw. eine starke Halligkeit, reduziert die Sprachverständlichkeit. Denn schlechte Akustik führt zu lauterem Sprechen und einer höheren Sprachanstrengung und dies reduziert noch stärker die Verständlichkeit.

In einem üblichen Klassenraum können regelmäßig 60 – 90 dB erreicht werden. Dies gilt als laut und ist vergleichbar mit den Geräuschen, die hervorgerufen werden z.B. bei der Benutzung von Haushaltsgeräten, einer PKW-Vorbeifahrt oder einer Zugvorbeifahrt im Abstand von 25 Meter. Die Konzentration sinkt schneller und Ermüdung setzt ein (Quelle: Ergonomie der Schule: Auswirkungen auf den Unterrichtsprozess, Gerhart Tiesler).

Auswirkungen auch auf soziales Verhalten

Werden raumakustische Maßnahmen umgesetzt, wirkt sich dies nicht nur signifikant auf die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder aus, sondern führt auch zu sozialerem Verhalten. Denn sowohl bei den Schüler:innen als auch bei den Pädagog:innen setzt Lärm im emotionalen Bereich „z.B. die Bereitschaft zu prosozialem Verhalten herab und das soziale Miteinander wird beeinträchtigt“ (Quelle: Akustik in Lebensräumen für Erziehung und Bildung, Richtlinie, S.8).

Professionelle Beratung sinnvoll

Es hat sich bewährt bei dem Thema Schallschutz & Akustik professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Nur dann kann ein stimmiges Konzept auf Grundlage der vorhandenen Begebenheiten erarbeitet und umgesetzt werden. Dafür müssen Finanzen eingeplant werden.

Bei dem Umbau der Nürtingen Grundschule in Kreuzberg zum Beispiel ist ein umfassendes Lärmschutzkonzept erarbeitet worden.

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