Nach einem lebhaften Austausch und dem Hinweis der Zeitwächter:innen, dass die Stunde gleich vorbei sei, unterstützen die Pädagoginnen die Kindern dabei, die unabgeschlossenen Themen für die nächste Sitzung zu sortieren: Durch eine Abstimmung ist klar, welches Thema beim nächsten Mal oben auf der Agenda stehen soll. Zum Ende werden die Moderator:innen für die kommende Sitzung bestimmt. Dann gehen alle auseinander. Die Pädagog:innen senden ein Fotoprotokoll der Ergebnisse an die Klassenleitungen, so dass diese über alle Themen informiert sind und ggf. die Schüler:innen bei der weiteren Bearbeitung, z. B. im Klassenrat unterstützen können.
Die Hospitationsgruppe reflektiert nun unter Beisein der Schulsprecherin und weiterer Klassensprecher:innen aus höheren Klassenstufen die Eindrücke aus dem Miniparlament. Als beeindruckend beschreiben die Teilnehmenden die ruhige, konzentrierte Atmosphäre der Sitzung, das Selbstbewusstsein der Kinder, die empathische und unterstützende Begleitung durch die Pädagog:innen. Besonders hervorgehoben wird auch, dass alle Themen ernstgenommen und gemeinsam bearbeitet werden und praktische Hilfsmittel wie die Sanduhren die Selbststeuerung durch die Kinder erleichtern. Deutlich wird, dass die kommunikativen und demokratischen Prozesse Zeit brauchen und nicht zu strikt darauf gedrungen werden sollte, alle Themen sofort „abzuarbeiten“. Alles in allem bleibt der ermutigende Eindruck gelebter demokratischer Praxis, an der die Jüngsten wachsen können.
Was das Erleben und die Einübung dieser Partizipation bewirkt, wird dann im Gespräch mit den älteren Schul- und Klassensprecher:innen deutlich. Sie geben selbstbewusst, kompetent und präzise Auskunft zu den Fragen der Erwachsenen.
Einen schönen Abschluss der „Schulen im Dialog“-Veranstaltung bildet der Schulrundgang, den die Kinder leiten. Die Gruppe bekommt die tolle Gelegenheit, Klassen- und Fachräume, das beeindruckende Dach der Schule mit Sprunggrube, 50m-Bahn, Fußballplatz und Verkehrsübungsplatz sowie das ansprechende Außengelände zu besichtigen, bevor sie sich mit inspirierenden Eindrücken zur Partizipation der Jüngsten an Ganztagsgrundschulen im Gepäck von Pädagog:innen und Schüler:innen der Athene-Grundschule verabschiedet.