Mittagessen zeitlich und räumlich rhythmisieren

Wie lässt sich das Mittagessen zeitlich und partizipativ gestalten? Hier finden Sie gesammelte Ideen zum Mittagessen in der Grundschule.

Ideen zu Rhythmisierung von Zeiten und Räumen

Zeitüberschneidung

2 Klassen mit überschneidender Zeit innerhalb von 45 Minuten. Jede Klasse hat 30 Minuten Zeit und überschneidet sich für 15 Minuten. Parallel zum Essen gibt es offene Freizeit.

Pausen

Hofpausen auf 30 Minuten verlängern (Gruppe 1 geht essen, Gruppe 2 hat Pause).

Kleinere Schüler*innen essen später, da sie eine längere Frühstückspause haben und ihr Vormittag ggf. rhythmisiert ist.

Zum Beispiel Mittagspause 30 Min.:

  • 11:35 – 12:05 Uhr Essen Klasse 4,5,6 (3)
  • 12:05 – 12:50 Uhr Essen Klasse 1,2 (3)
  • 12:50 – 13:15 Uhr Essen Klasse 5, 6

40 Minutenmodell:

Überhang an Minuten kann in die Lernförderung während des Mittagsbands gelegt werden.

Mittagessen parallel zu Unterricht

Während der 4./5. Stunde lassen sich 4 Essensdurchgänge gestalten. Parallel dazu kann Soziales Lernen stattfinden. Die Unterrichtszeit verschiebt sich dadurch nach hinten.

Mittagessen parallel zu Freizeit

Eine Stunde als Hofpause in zwei Einheiten strukturieren: davon ist eine halbe Stunde Hofpause und die andere halbe Stunde Essenspause. So können zwei Durchgänge gestaltet werden und die SuS essen abwechselnd in den Halbzeiten.

Mittagsband

Echtes Mittagsband mit 45 Minuten einführen. Parallel zum Mittagessen findet gebundene und ungebundene Angebote statt, wie Förderunterricht, AGs und Freizeit.

Ideen für die Organisation des Mittagessens

Partizipation

  • Kinder in die Gestaltung des Mittagessens einbeziehen – kreative und überraschende Ideen möglich. Z.B. hatten SuS der 5. + 6. Klassen den Wunsch, an Stehtischen im Flur oder in der Aula essen zu wollen.
  • SV, S-Rat oder -Parlament in Essensausschuss/-Auswahl einbeziehen. Durch Ideen der SuS verbessert sich die Einschätzung zu Essensauswahl/-bestellung. Führt zu höherer Zufriedenheit und Vermeidung von Essensmüll.
  • Schülerfirma in die Essensversorgung einbinden.
  • Akzeptanzsteigerung bei den Eltern: Sie einladen, jederzeit zum Probieren zu kommen.
  • Essenskommission kann aus 5 Kindern verschiedener Klassen bestehen, die für 6 – 8 Wochen das Essen wählen. Die Schüler*innen entscheiden anhand von Abbildungen, welche der drei Essen rausfällt.
  • „Feinschmecker-Gruppe“: Schüler*innen aus verschiedenen Jahrgängen/ Essensplanung mit „Essenspuzzle“
  • Beteiligung der Schülerinnen und Schüler durch Lärmampel.
  • Gemeinsamer Studientag zum Mittagessen. Mut zum Umentscheiden. Konzeptentwicklung mit allen Professionen.
  • Evaluation zum Halbjahr im Konzept verankern. Überprüfen was funktioniert.
  • Konsens mit Professionen über Aufsichten erzielen.
  • Mit Baupiloten oder Bauereignis Mensaräume gestalten

Pädagogisches Konzept

Ein partizipatives Essenspuzzle verknüpft mit einem pädagogischen K onzept, wurde von einer Schule entwickelt zur Verbraucher-, Ernährungs- und Gesundheitsbildung: Jede Klasse puzzelt in einer Doppelstunde (mit Begleitung von Lehrkraft und Schulkoch) das Essen nach DGE-Standards zusammen. 1.-2.Klasse puzzelt für 1 Woche, 3.-6.Klasse puzzelt für 2 Wochen das Essen. Am Türschild der Mensa hängt aus, welche Klasse das Essen gepuzzelt hat.

Handreichung für das Kollegium zur Wertevermittlung von Essenskultur am Tisch entwickeln.

Das Mittagessen in den Stundenplan integrieren.

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