Die Siegerland-Grundschule hat ihren Schultag rhythmisiert. Das Konzept stieß zunächst auf Skepsis. Inzwischen hat die Zufriedenheit bei allen Professionen im Kollegium deutlich zugenommen. Denn der Wechsel aus An- und Entspannungsphasen der Kinder hat das Schulklima deutlich verbessert.
Ein Schulporträt von Wibke Bergemann
Es war ein langer Weg, doch es hat sich gelohnt – darin sind sich Sandra Schweigert, Schulleiterin an der Siegerland-Grundschule in Berlin-Spandau und die koordinierende Erzieherin Melanie Weiß einig. Seit Sommer 2022 gibt es einen rhythmisierten Schultag an der gebundenen Ganztagsschule. Das habe das Schulklima deutlich verbessert, sagt Melanie Weiß. Alle Beteiligten seien sehr viel zufriedener – die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Lehrkräfte und Erzieher:innen. „Denn unsere Schule ist viel ruhiger geworden.“
Dabei war der erste Versuch, eine Rhythmisierung an der Schule einzuführen, „kläglich gescheitert“, wie Sandra Schweigert erzählt. Die Idee dazu kam auf, als die Siegerlandschule 2008 zu einer gebundenen Ganztagsschule wurde. Damals änderte sich im Stundenplan erstmal wenig: vormittags fand der Unterricht statt, nachmittags war Betreuung. Doch das stellte sich in vieler Hinsicht als problematisch heraus. Zum einen waren die Schüler:innen mit dem geballten Unterricht am Vormittag überfordert. Zum anderen gab es zunehmend Unzufriedenheit im Erzieher:innen-Team, das am Nachmittag allein, ohne die Lehrkräfte die gesamte Schülerschaft in den Klassenräumen betreute.













