Zum 2. Berliner Schüler:innenkongress am 24. Juni 2026 konnten wir diesmal Jugendliche aus Sekundarschulen einladen.

Unter dem Motto „Unser Blick auf Ganztagsschule“ arbeiteten 40 Schülervertreter:innen der Klassenstufen 7 bis 10 aus den verschiedensten Berliner Bezirken kreativ und schulübergreifend zu wichtigen Ganztags-Themen. Danach präsentierten sie ihre Wünsche und Ideen der Öffentlichkeit sowie Bildungsstaatssekretärin Christina Henke. Trotz Sommerhitze wurde es ein eindrucksvoller und energiegeladener Tag.

Schüler:innen kennen ihre Ganztagsschule wie kaum jemand anderes. Sie wissen oft sehr gut, was sie zum Lernen brauchen und haben jede Menge guter Ideen. Und dort, wo sich Jugendliche mit ihren Bedürfnissen willkommen und wohl fühlen, gelingt auch das Lernen besser.

„Heute stehen die Schülerinnen und Schüler der Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen im Mittelpunkt. Denn wer könnte besser sagen, was eine gute Ganztagsschule ausmacht, als diejenigen, die sie jeden Tag erleben? Schule ist mehr als Unterricht. Sie ist Lernort, Treffpunkt, manchmal Bühne, manchmal Rückzugsort – und vor allem ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihres Tages verbringen. Die einen begeistern sich für Robotik oder Schach, andere für Musik, Breakdance, Sport oder die Mitarbeit in einer Schülerfirma. Eine gute Ganztagsschule muss deshalb Raum für ganz unterschiedliche Begabungen und Interessen bieten. Deshalb ist es wichtig, dass die Ideen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler gehört werden“, betonte Staatssekretärin Christina Henke.

Jugendliche sind Expert:innen für ihre Ganztagsschule

Bereits im Vorfeld hatten die Jugendlichen, die sich in der Schülervertretung engagieren, an ihren Schulen Audiostatements und Post-its zu den Ganztagsthemen Zeit, Raum, Mitbestimmung und Bildungselemente eingesammelt. Wir wollten wissen: Was ist euch wichtig? Was nervt, was findet ihr gut und was sind eure Ideen? Wo könnt ihr mitbestimmen an eurer Ganztagsschule?

In fünf Workshops konnten sie beim Schüler:innenkongress im Jungen Tanzhaus Berlin ihre Gedanken und Ideen zum Ausdruck bringen. Tolle Memes, Plakate, Pop-Ups, eine Performance und ein Rap sind dabei entstanden.

DKJS/ Claudia Bull

Beim Meme-Workshop

DKJS/ Claudia Bull

Pop-Ups mit euren Wünschen für eure Ganztagsschule

DKJS/ Claudia Bull

Konzentration trotz Junihitze

DKJS/ Claudia Bull

Hier wird der Ganztagsschul-Rap präsentiert. Respekt!

DKJS/ Claudia Bull

Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung

DKJS/ Claudia Bull

Schülerreporter:innen von der Friedensburg-Schule mit Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung

DKJS/ Canisha

Text-Zettel aus dem Rap-Workshop

DKJS/ Claudia Bull
DKJS/ Claudia Bull

Workshop Meme mit Studentinnen der Humboldt-Uni

DKJS/ Claudia Bull

Welcome mit der Dance-Company des Jungen Tanzhauses

DKJS/ Claudia Bull

Willkommen zum 2. Berliner Schüler:innenkongress!

Reporterinnen beim Schüler:innenkongress
DKJS/ Sabine Käferstein

Die Serviceagentur Ganztag Berlin wird die vielen Stimmen und die tollen Workshop-Ergebnisse auswerten. Entstehen soll daraus ein Produkt, mit dem möglichst viele Ganztagsschulen in Berlin weiterarbeiten können.

Hier schon mal eine Miniauswahl: „Ich finde gut, dass ich mir selbstständig meine Fünfminuten-Pause in der Stunde aussuchen kann“, so ein Schüler aus Marzahn-Hellersdorf. Ein anderer fand es klasse, dass man an seiner Schule selbstständig AGs gründen kann. Viele Jugendliche wünschten sich, dass es an ihren Ganztagsschulen mehr solcher Momente der Selbstbestimmung gibt, ihre Interessen und Themen einen Platz haben und nicht nur „die Lehrer aussuchen, dass wir aussuchen dürfen.“

Der Schüler:innenkongress war eine gemeinsame Veranstaltung der SERVICEAGENTUR GANZTAG BERLIN mit den DKJS-Programmen Kulturagenten für kreative Schulen und proRespekt– gewaltfreie Schulen demokratisch gestalten und wurde gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

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