Zeitstrukturen und Rhythmisierung
an Ganztagsschulen

Ganztagsschulen sind Lern- und Lebensorte für Kinder und Jugendliche, weil sie hier einen großen Teil ihrer Lebenszeit verbringen. Bei der Planung einer guten Rhythmisierung stellen sich folgende Fragen:

  • Welche Bedarfe haben die Schüler:innen in unserem Sozialraum? Welche Schwerpunkte und welches Ganztagsschulprofil ergeben sich daraus?
  • Wofür wird Zeit benötigt?
  • Wie können die Zeiten für verschiedene formale, non-formale und informelle Lernformen und Bildungselemente über den ganzen Tag in einem pädagogisch sinnvollen Wechsel organisiert werden?

Diese Modul bietet Anregungen, Informationen und Beispielpläne wie eine bedarfsgerechte Rhythmisierung geplant und umgesetzt werden kann.

Ihr Feedback ist uns wichtig!
Vielen Dank, dass Sie sich zwei Minuten Zeit nehmen, um uns zu helfen, diesen Bereich stetig zu verbessern.

Hier finden Sie genauere Beschreibungen und Erläuterungen zu den Begriffen, die in diesem Modul verwendet werden.

ZeitURythm

Hier finden Sie eine Übersicht über die Struktur einer offenen und gebundenen Ganztagsschule und ihrer verschiedenen Schüler:innengruppen, eine Übersicht über die verschiedenen Bildungselemente und Schulprofile sowie einen Text mit grundlegenden Aspekten der Zeitgestaltung.

Im Kernbereich Zeit der Qualitätsstandards für die inklusive Berliner Ganztagsschule werden Anforderungen an die zeitliche Organisation und eine kind- und jugendgerechte Rhythmisierung von Tag, Woche und Schuljahr beschrieben.

Impulsfilm zum Qualitätsbereich Zeit

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Impulsfilm zum Qualitätsbereich Bildungselemente

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Bestandsaufnahme und Prozessplanung anhand von Entwicklungsskalen

Die Qualitätsstandards sind auf die Reflexion des Ist-Stands ausgerichtet und können die Identifikation von Entwicklungsbedarfen und -zielen unterstützen. Für die interne Entwicklungsarbeit bzgl. der fünf Kernbereiche (Kooperation, Bildungselemente, Zeit, Raum und Verpflegung) wurden konkrete Indikatoren, also Hinweisgeber zur Umsetzung der Qualitätsmerkmale, entwickelt. Sie stehen in Form von Entwicklungsskalen zur Verfügung, die zum einen die Bestandsaufnahme strukturieren. Zum anderen bieten sie Anregungen für die schrittweise Planung von kurz-, mittel- und langfristigen Entwicklungsprozessen und die Möglichkeit, den Prozessfortschritt abzubilden. Jede Schule kann also mithilfe der einzelnen Skalen Entwicklungsbedarfe identifizieren und nächste Entwicklungsschritte planen.

Bedarfsorientierte Qualitätsentwicklung

Die Qualität einer Ganztagsschule zeigt sich daran, inwiefern es gelingt, Lernen über den ganzen Tag zu ermöglichen und dabei die Bedarfe und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ins Zentrum zu stellen. Die regelmäßige mündliche oder schriftliche Ermittlung dieser Bedarfe bezieht sowohl die schulpädagogische als auch die sozialpädagogische Perspektive und die Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen selbst mit ein. Dabei können unterschiedliche Formen der Bedarfsanalyse bspw. hinsichtlich der Zeitgestaltung bzw. Rhythmisierung des Schultages, der -woche oder des -jahres zur Anwendung kommen, die insbesondere Fragen nach der Akzeptanz, der Bedürfnisse, Interessen und Gestaltungsideen seitens der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen.

Hier finden Sie von uns aufbereitete Zeitpläne von offenen, teilgebundenen und gebundenen Grundschulen und weiterführenden Schulen.
Darüber hinaus finden Sie auch einen beispielhaften Plan für eine Lehrkraft an einer gebundenen Ganztagsgrundschule.

Zeitpläne von weiterführenden Schulen

Hier finden Sie zwei Filme zum Thema Hausaufgaben /Schulaufgaben, eine kommentierte Linkliste und Literaturhinweise.

Film: Chancen für alle

In diesem Film zeigen wir anhand von vier Praxisbeispielen aus Berlin, wie es ganztägigen Grund- und weiterführenden Schulen gelungen ist, eine erfolgversprechende und zufriedenstellende Aufgaben- und Übungspraxis im Tagesablauf zu verankern.

Bei der Suche nach Zeit- und Raumkonzepten für diese Praxis an Ganztagsschulen kann der Film inspirieren, auch wenn die Aufnahmen schon vor ein paar Jahren entstanden und die Akteure heute z.T. andere sind. Die Inhalte sind nach wie vor aktuell. Schauen Sie selbst wie Schulen Zeiträume für Übungsphasen schaffen, diese von Fachlehrer:innen gestalten lassen, den Schüler:innen hierbei Freiheiten einräumen und dadurch selbstständiges Arbeiten fördern. Auch die Eltern von Grundschüler:innen im Rahmen eines  Morgenbands einzubinden, ist ein Ansatz, der den Kindern zugutekommt. Je nach Bedarf haben die Papageno- und Erika-Mann-Grundschule sowie die Heinz-Brandt-ISS und das Gottfried-Keller-Gymnasium eine herausragende Praxis auf diesem Feld entwickelt und gewähren uns in diesem Film Einblicke in ihr konkretes Tun.

Film: Selten geliebt, oft gehasst

Das Thema „Hausaufgaben“ beschäftigt immer noch täglich Millionen Schüler:innen, Eltern,  Lehrer:innen und pädagogische Fachkräfte. Dieser Film schärft das Bewusstsein dafür, welche Probleme mit Hausaufgaben verbunden sein können. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass in Ganztagsschulen aus Hausaufgaben nur Schulaufgaben werden, wenn eine Veränderung der Lernkultur stattfindet.

Der Film kann als Auftakt für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema an Ihrer Grundschule genutzt werden, um alle Beteiligten in einen fundierten Diskurs zu bringen.

Kommentierte Linkliste

Hier finden Sie eine kommentierte Linkliste zu Webseiten, Projekten und Angeboten rund um das Thema Zeitstrukturen und Rhythmisierung an Ganztagsschulen.

Literaturhinweise

Literaturhinweise folgen…